FF&E – mehr als eine Rücklage!

Datum: 10. Juli 2018

Autor: Olaf Steinhage

Hotelimmobilien können durch FF&E für Owner und Operator optimiert werden

Die vertraglichen Modelle und Ausformulierungen zum FF&E (Fixture, Furniture & Equipment) haben ganz erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Ergebnisse beim Owner und Operator. Das ist das Ergebnis des Hotel-Workshops „FF&E – Mehr als eine Rücklage?“, den Horwath HTL Deutschland gemeinsam mit Trinavis am 26. Juni 2018 in Berlin veranstaltet hat. Die rund 60 Teilnehmer diskutierten anhand einer Case-Study vier unterschiedliche Vertragsmodelle zur Gestaltung erfolgreicher Hotelmiet- und Pachtverträge. Dabei wurden insbesondere die wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen unterschiedlicher FF&E-Modelle auf Owner- und Operatorseite beleuchtet.

Im konkreten Rechenmodell ging es um ein Hotel mit 130 Zimmern, bei einer Pachtlaufzeit von 20 Jahren. Der Vergleich vier unterschiedlicher Gestaltungsvarianten, von der schlüsselfertigen Vermietung bis zur löffelfertigen Verpachtung, hat gezeigt, dass nur durch den gezielten Umgang mit FF&E sowohl der Owner als auch der Operator im Laufe von 20 Jahren erheblich hinzugewinnen aber auch verlieren kann. Die Vorteile wechselten je nach Modell zwischen Owner und Operator. Gemeinsam können die Parteien aber einen zusätzlichen wirtschaftlichen Vorteil für sich generieren, wenn ein Modell gewählt wird, welches dem Owner über die Nutzung der erweiterten Grundbesitzkürzung die Gewerbesteuerfreiheit ermöglicht.

„Die Ergebnisse des Workshops zeigen, dass das gewählte FF&E-Modell erhebliche steuerliche und Liquiditätsauswirkungen für Owner und Operator haben kann. Aus diesem Grund sollte die Wahl des FF&E-Modells im Vorfeld der Hotelplanung erfolgen und entsprechend im Pachtvertrag berücksichtigt werden“, so Joachim Peter, Partner bei Trinavis. „Wer sich intensiv um das für ihn passende FF&EModell kümmert, kann seinen wirtschaftlichen Erfolg erheblich steigern und wird langfristig erfolgreichere Hotel-Projekte umsetzen – egal ob Owner oder Operator“, so Olaf Steinhage, Managing Partner bei Horwath HTL Deutschland.